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Agnes-Miegel-Schule

Agnes-Miegel-Schule

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Warthestraße 10
26388 Wilhelmshaven

    Beschreibung

    Schlagwörter: Schule, lernen, lehrer, Schüler

    Chronik der Schule

    Entstehung und Wachstum der Agnes-Miegel-Schule in Wilhelmshaven geht zurück in das Jahr 1954, in eine Zeit, in der das Schulwesen der Stadt Wilhelmshaven noch unter den Folgen des 2. Weltkrieges litt. Die damals Verantwortlichen setzten großes Vertrauen in die Zukunft, und so las man im Jahresbericht der damaligen Mittelschule für Jungen, der heutigen Freiherr-vom-Stein Schule, über das Jahr 1954 / 55:
    "Der Rat der Stadt Wilhelmshaven hat im Einvernehmen mit der Oberschulbehörde die Einrichtung einer dritten Mittelschule für die nördlichen Außenbezirke der Stadt ( Fedderwardergroden, Altengroden, Himmelreich, Coldewei, Rüstersiel und Voslapp ) beschlossen." Es galt, die Benachteiligung der Schüler im Stadtnorden zu beseitigen. Gestützt auf den Ratsbeschluß, verlagerte die Mittelschule für Jungen zu Beginn des Schuljahres 1955 zwei ihrer neu aufgenommenen fünften Klassen nach Rüstersiel. Sie wurden gebildet aus Mädchen und Jungen aus dem Stadtnorden, die bei den vorhandenen Mittelschulen angemeldet worden waren. Gemeinsam mit der Volksschule Rüstersiel wurden sie in einem Gebäude des damaligen Hochschuldorfes untergebracht. Sie bildeten noch keine selbständige Schule, sondern blieben der Mittelschule für Jungen angeschlossen. Nachdem im nächsten Jahr aus den beiden fünften Klassen eine sechste gebildet worden und eine fünfte hinzugekommen war, begann im Jahre 1957 durch eine weitere Klasse das Raumproblem in der ohnehin zu engen Schulbaracke Rüstersiel drückend zu werden.

    Nach den Sommerferien konnten die 178 Schülerinnen und Schüler mit ihren nunmehr sechs Lehrern in das Gebäude der damaligen evangelischen Volksschule Nogatstraße umziehen, das durch den Trakt für die katholische Volksschule erweitert worden war.
    Dank des Verständnisses aller Beteiligten entwickelte sich ein gutnachbarliches Verhältnis, so daß die Jahre bis zur Erstellung des neuen Schulgebäudes an der Warthestraße eine schöne und für die innere Entwicklung und Stabilisierung der Schule fruchtbare Zeit wurden. Die ersten Aufenthalte im Schullandheim "Lopshof" in Dötlingen, Klassenfahrten, musische und sportliche Veranstaltungen stärkten den Zusammenhalt. Im Jahre 1959 erlangte die Schule formell ihre Eigenständigkeit. Die Stadt Wilhelmshaven wurde aufgefordert, die erforderlichen Schulanlagen zu errichten.
    Auf Beschluß des Rates der Stadt vom 18. 2. 1959 erhielt die Schule den Namen "Agnes-Miegel-Schule". Die Landsmannschaft Ostpreußen nahm die Namensgebung zum Anlaß, am 9. 3. 1959, dem 80. Geburtstag Agnes Miegels, eine Stiftung einzurichten, aus deren Mitteln den Wilhelmshavener Schulen Bücher ostdeutschen Schriftguts zur Verfügung gestellt werden sollten. Noch heute erhalten Schüler unserer Abschlußklassen in jedem Jahr Buchpreise aus der "Agnes-Miegel-Spende".

    Am 14. 3. 1962 erfolgte die Grundsteinlegung, am 9. 5. 1963 war das Richtfest, am 20. 4. 1964 wurden alle Gebäudeteile mit einer festlichen Einweihung ihrer Bestimmung übergeben. Der Bau der Turnhalle mußte auf einen späteren Termin verschoben werden.
    1966 wurde in vertretbarer Entfernung vom Schulgrundstück eine schuleigene Sporthalle mit Turnhalle und Gymnastikraum ertstellt. An der Sporthalle befindet sich ebenfalls ein großer Sportplatz.

    Text : Matthias Schlinsog

    Heute ist die Agnes-Miegel-Schule im Stadtnorden eine von drei selbständigen Realschulen in Wilhelmshaven. Das großzügig angelegte Schulgebäude, ein zweistöckiges Haupthaus mit einer Aula für 350 Personen sowie eine attraktive Pausenhalle, ist durch Glasgänge mit dem so genannten Unterstufentrakt und den ebenfalls als Trakt zusammen gefassten Fachräumen für die Naturwissenschaften bzw. Werken und Technik verbunden.
    Der naturwissenschaftliche Bereich wurde in den letzten Jahren umgestaltet und nach den neuesten Vorgaben zur "Sicherheit im naturwissenschaftlichen Unterricht" ausgestattet. Desgleichen erfolgte die vollständige Renovierung der Schulküche nach modernen Gesichtspunkten, in der sowohl der Hauswirtschaftsunterricht als auch zahlreiche Projekte durchgeführt werden.
    Ein breiter Wassergraben trennt das große Schulgelände von dem so genannten Plauentief, einer naturbelassenen Parkanlage mit dem Tief, einem kleinen See. Vor mehr als 15 Jahren begann die Schule in Eigenarbeit mit Schülern und Eltern aus dem jahrelang verwilderten und verschmutzten Gelände einen naturnahen Schulgarten mit Teichanlage zu gestalten. Die außerordentliche Zuwendung eines Elternteils der Schule ermöglichte die Einfriedung wesentlicher Teile des Freigeländes bei Erhalt des alten Baumbestandes und der Strauchanlagen bis hin zum Wasser in wilder Form. Das gesamte Gartengelände ist nicht einsehbar, es liegt in völliger Abgeschiedenheit und ist frei von jeglicher Lärmbelästigung. Die Pflege und Bearbeitung des Gartens erfolgt durch eine Arbeitsgemeinschaft Schulgarten.
    Im Jahr 2004 wurden umfangreiche Renovierungsarbeiten am Hauptgebäude abgeschlossen, in deren Rahmen alle Fenster erneuert und die Dächer saniert wurden. Zudem erfolgten moderne, effektive Maßnahmen zur Wärmedämmung sowie der Neuanstrich der Fassaden. Diese kostenintensiven baulichen Veränderungen waren trotz der angespannten finanziellen Situation der Stadt Wilhelmshaven möglich. Am Ende gewann das Schulgebäude nicht nur optisch, sondern auch in der Substanz.
    Mit Beginn des Schuljahres 2004/2005 wurde die Schulstrukturreform in Niedersachsen umgesetzt. Seitdem ist das Gebäude der ehemaligen Orientierungsstufe Salzastraße wichtiger Bestandteil der Schule. Die Räumlichkeiten dort werden vor allem als Klassenräume genutzt. Auf dem Arreal befindet sich neben einem sehr geräumigen Schulhof eine Außensportanlage mit einer Laufbahn sowie einer Sprunggrube.
    Der Sportunterricht der Schule findet zu gleichen Teilen in der größeren Agnes-Miegel-Turnhalle und der kleineren Halle im Gebäude Salzastraße statt.
    Derzeit besuchen 650 Schülerinnen und Schüler – verteilt auf 24 Klassen – die Agnes-Miegel-Schule – betreut von 36 Lehrkräften.

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